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Test: Cardo Intercom Scala Rider Q3

Wir wollten uns auch auf dem Motorrad unterwegs mal abstimmen und unterhalten. Im nächsten Louis-Store entschieden wir uns dann für das Cardo Scala Rider Q3 Intercom.

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Das Doppelpack beinhaltet gleich zwei Intercoms mit dem nötigen Zubehör (Klebe-Mikrofon, Schwanenhals-Mirofon für Jet-Helme, Lautsprecher-Paar, Clipse etc.)

Der Einbau ist ziemlich einfach und für jeden halbwegs versierten Hobbybastler in 10-15 Minuten pro Helm durchführbar.

Das Q3 funktioniert via Bluetooth und die Reichweite ist mit 900 Metern angegeben. Über einen Standard-USB-Anschluss kann man das eigentliche Modul (Foto) laden. Ausserdem kann man das Modul dazu einfach vom Helm abclipsen.

Nettes Gimmick: Ein Radio ist auch eingebaut und man kann sogar via Bluetooth telefonieren und/oder MP3 vom Handy hören. Soweit die Theorie.

Wir haben das Intercom nun ausgiebig testen können. In der Praxis ist bei freier Sicht nach maximal 500 Metern Schluss mit der Verständigung, danach kommt eigentlich nur noch Rauschen. In der Stadt bzw. bei Bebeauung ist auch schon vorher keine Verständigung mehr möglich.

Auf unserer Slowenien-Tour hatten wir Autobahnabschnitte mit ca. 300 Metern Entfernung und zwei LKW zwischen uns. Hier war ebenfalls keine Unterhaltung mehr möglich.

Bei einer Regenfahrt konnten wir zudem die Wasserdichtigkeit des Q3 testen. Ergebnis: Wenn es richtig schüttet läuft Wasser zwischen Halterung und Intercom.

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Zuerst hört man dann Echos beim eigenen gesprochenen Wort. Das wird dann so schlimm, dass auch hier keine Verständigung mehr möglich ist.

 

Fazit: Durchwachsen bzw. gerade noch brauchbar!

Solange es trocken ist und man bei freier Sicht nicht mehr als 500 Meter Abstand hat funktioniert das Intercom und die Verständigung ist auch gut. Der Akku hält bei voller Ladung in der Praxis einen Motorradtag locker durch, also auch 10 Stunden im Dauereinsatz. Das Q3 ist aber keineswegs wasserdicht oder für den Einsatz bei Regen geeignet. Mag es bei Nieselregen noch funktionieren, gibt das Gerät wegen der ungeschützten Kontaktflächen aber nach einiger Zeit auf sobald Wasser hineinläuft. Ist der Akku leer benötigt man auch mindestens 4-5 Stunden um ihn wieder voll zu laden.

Abgesehen von den hinten angebrachten beiden Tasten für Laut und Leise gibt es an der Seite nur zwei Bedientasten um alle Funktionen zu steuern. Da in der Theorie auch die Kopplung mit dem Handy via Bluetooth möglich wäre, ist man mit der Mehrfachbelegung der Tasten dann schnell überfordert. Weniger ist manchmal eben mehr und in unserem Test verabschiedeten sich die beiden Intercoms beim Kopplungsversuch mit dem Handy dann gleich komplett voneinander. Eine Empfehlung gibt es bei uns daher leider nicht.

 

UpDate Januar 2016:

Es reicht jetzt: Die Gumminippel zum Schutz der Ladebuchsen lassen sich nicht mehr in die Öffnungen zurückdrücken. Später macht die Koppelung mit Detlefs Cardo-Intercom Probleme, um dann in Schottland immer wieder die Verständigung zu unterbrechen. Und wir finden den Fehler einfach nicht.

Wir haben das komplette Set abgegeben und bemühen uns gerade um Ersatz (Sena 20S). Wenn wir ausreichend getestet haben wird hier berichtet!

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