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Montenegro 2021

Dies ist Teil 4 meiner Balkanreise 2021, hier ist Teil 3.

Zwischen Andrijevica und Podgorica soll es eine besonders tolle Strecke durch die Berge geben. Darauf freue ich mich schon als ich an der Grenzkontrolle von Montenegro hier auf 1700 Metern im Zhlebit-Gebirge ankomme.

Am Ende dieses Tages ist die Hauptstadt Podgorica oder vielleicht sogar die Bucht von Kotor mein Idealziel, aber zuvor halte ich am Ende der kurzen Schlange, direkt an der Grenze, hinter einem Audi mit deutschem Kennzeichen. (Anmerkung: Kennzeichen anonymisiert)

Hier oben stehen nur sieben oder acht Fahrzeuge vor mir, aber sie scheinen genauer zu kontrollieren, als an den Übergängen zuvor, daher dauert es etwas und ich nutze die Gelegenheit abzusteigen.

Der Audi vor mir ist nur mit einer Person besetzt, die ebenfalls aussteigt und neugierig zu mir schaut. Der Mann, ich schätze ihn so in meinem Alter, mustert mich und mein Motorrad und fragt dann auf englisch woher ich komme. Ich antworte natürlich auf deutsch und wir vertreiben uns gemeinsam die Wartezeit.

Er erzählt mir, er hätte eine Trockenbaufirma in der Nähe von Berlin mit knapp 20 Angestellten (oha!) und schon lange keine Lust mehr. Die Vorgaben und Drangsalierungen, gerade für kleine Unternehmen, würde immer weiter zunehmen und der Spass an der Arbeit sei ihm schon lange vergangen (Achwas?!). Das Finanzamt sorgt dann für den Rest.

Er ist auf dem Rückweg aus dem Kosovo „nach Hause“ und liebend gerne würde er nun tauschen mit mir und auch einfach mit dem Motorrad losfahren. Genau so, mit einer GS und etwas Gepäck, sonst nur der Nase nach, ja, das wäre genau sein Ding.

Ich versuche es mit Diplomatie und verweise auf seine Oberklasse-Limousine, mit der die Rückreise vermutlich viel bequemer und entspannter ist als auf dem Motorrad. (Ich habe das alles hinter mir und weiss, dass es darauf nicht ankommt, aber das ist jetzt erstmal egal…)

Das Argument zieht auch nicht, denn er versichert mir, er würde liebend gerne tauschen, trotz allem! Und überhaupt sei sein gebraucht gekaufter A6 vermutlich billiger gewesen, als so manch neuer Passat.

Ich frage ihn, wieso er nicht einfach mal macht, was ihm Spass bereitet, gebe aber zu, meine Frage war rhetorisch. Naja, die Antworten fallen dann exakt so aus wie erwartet und ich versuche ihm Mut zu machen, ehrlich. Bekehrungen stehen mir aber nicht zu und ich denke, jeder ist schlussendlich für sich selbst verantwortlich. Und wenn man sich selbst im Griff hat, kann man auch für andere da sein.

(Sorry, war jetzt eher das Wort zum Sonntag? Manchmal verfalle ich in die Niederschrift meiner Gedanken und das geht dann mit mir durch und gehört hier auch gar nicht hin… Vergiss den letzten Absatz und wir kommen zurück zur Grenze)

Auch die kleine Autoschlange wird irgendwann kürzer und ich stehe vor dem montenegrinischen (musste zwei Mal prüfen, ob das korrekt geschrieben ist…) Posten und meine Erwartungshaltung ist auf Basis der bisher gemachten Erfahrungen mit den hiesigen Offiziellen, sagen wir mal, „zurückhaltend“.

Nach der Papierkontrolle und einer zunächst erhellenden Miene des Grenzers mit pechschwarzer Uniform in seinem kleinen Holzverschlag fragt er: „Whisky?“

Ich überlege kurz „Ja, gerne doch“ zu antworten, spare mir dann aber den Spass. Manche sagen, mein Humor wäre schon in Muttersprache schwer nachvollziehbar…

Was soll ich dem Beamten nun antworten? Meint er etwa, ich hätte Whisky dabei, im Alukoffer der GS? Oder im Tankrucksack, für zwischendurch, wenn meine Hand zittert?

Nein, mit Alkohol kann ich leider nicht dienen und auch sonst habe ich nichts zu verzollen. Der Kosovo ist mir auch nicht als die Wiege der südosteuropäischen Single Malts bekannt, insofern: „Sorry, nothing to declare.“

Dann fragt er nach meiner „Profession“ und ich antworte ebenso wahr wie nichts sagend „Computer“ in der Hoffnung, es wird ihm zu langweilig und er winkt mich endlich durch. Stattdessen erhebt er sich von seinem Sessel, tritt dann aus seiner Holzhütte und zeigt mir die Fotos seiner beiden Söhne. Ich schätze die beiden dem Bild nach zu urteilen auf etwa 10 bis 12 Jahre. Die würden „Playstation all day“ spielen und er denkt, derart geballte Fachkompetenz wäre bereits das ultimative Karrieresprungbrett. (Ja, diese Annahme ist auch in Deutschland weit verbreitet!)

Leider muss ich abwinken und versuche mich mit „They should grow up“ aus der Affäre zu ziehen. Die Lage wird mir jetzt unangenehm, weil er auch nicht damit aufhört, auf dem Thema rumzureiten. Wie komme ich nun ohne Schaden aus der Nummer raus?

Schliesslich werden meine Koffer und Taschen auf links gezogen und zusammen mit einem Kollegen durchwühlt er meine kompletten Sachen. Was für ein Ars… Ich sag es mal so: Die erste Gelegenheit für ein neues Bild der montenegrinischen Beamtenkaste hat er gerade verpasst!

Im Gegensatz zu meiner letzten Einreise nach Montenegro, nördlich von Vermosh, erhalte ich hier keinen Stempel in den Reisepass, denke aber auch, durch den offiziellen Übergang entgehe ich weiterem nachfolgendem Ärger.

(Ui, so viel Text und erst ein Foto, ich muss mich zügeln, ja?)

Mein nächster Navigationspunkt ist der Ort „Andrijevica“, um danach südlich von Kolasin die kleinsten Strassen durch die Berge zu fahren. Dort soll es eine wirklich tolle Route geben, nahe der albanischen Grenze, mit fantastischen Ausblicken und schönen Landschaften.

Vorher geht es vorbei am Skicenter Lokve. Das liegt am nördlichen Ende des Dreiländerecks Albanien, Kosovo, Montenegro. Die Bergwelt in dieser Region stellt für mich eine der schönsten Gegenden in Europa dar, weil hier alle Highlights liegen: Theth, Vermosh, Koman, Rugova-Schlucht, Cakor-Pass, Valbonatal.

Die „Routes des Grandes Alpes“ ist bestimmt toll, aber hier würde ich die „Route Peaks of Balkans“ für Motorräder erstellen. (Wieso hat das noch niemand gemacht? Ich setze es auf meine ToDo-Liste!) Dann bekommen die französischen Seealpen aber ernste Konkurrenz!

Das Skicenter liegt jetzt im Sommer etwas verlassen da und ich habe auch nicht den Eindruck, dass es stattdessen gerade von Wanderern oder Mountainbikern belagert wird.

Aber das ist eben Montenegro und momentan noch eher ein Geheimtipp als Touristenmagnet.

Ich nehme unterwegs lieber die Freiluftwerkstätten auf und bewundere das Improvisationstalent bei der Autoreparatur.

Südlich von Kolasin will ich dann in meine geplante Bergstrecke einsteigen und passiere an einem Abzweig eine Baustelle. Wenige Meter weiter stehen Sperrschilder, aber sowas hält eine GS natürlich nicht auf. Dummerweise scheint die Baustelle nicht zu enden und ich beginne mich zu wundern: Was ist hier los?

Die Strasse – besser die Schotterpiste – verläuft anders als meine Karte es sagt und mein Navi gibt mir Anweisungen, die in Bergen von Kies und Geröll enden. Hier stimmt etwas nicht! Ein Kieslaster nach dem anderen fährt an mir vorbei und alles hüllt sich in Staub und Dreck.

Die Wege sehen mehr als provisorisch aus und nichts deutet auf solche Art Strassen hin, die mit den Linien auf meiner Karte übereinstimmen könnten.

Einige Kilometer weiter beginne ich zu ahnen, was hier gerade passiert, kann aber noch nicht glauben, was ich sehe. Ziemlich sicher befinde ich mich in Montenegro, aber wieso sind die Warnschilder an der offensichtlich im Bau befindlichen Autobahntrasse chinesisch beschriftet?

Meine erhoffte Traumroute scheint nicht mehr zu existieren. Ich finde die Strasse einfach nicht und das, was ich überhaupt befahren kann, ist eine provisorische Baustrasse, die von schwerem Gerät und ohne Rücksicht auf Verluste mitten durch die Natur planiert wurde.

So oft ich auch versuche, meine schöne kleine Bergstrasse zu erreichen, ich schaffe es nicht. Stattdessen komme ich immer wieder an offenbar hastig errichteten Arbeitersiedlungen vorbei, die alle gleich aussehen. Es sind immer Holz-Wellblechhütten mit Dächern aus blauen Isopanelen und den Eingängen von der Strasse, gibt es einen hölzernen Torbogen mit chinesischen Schriftzeichen.

Die nicht wirklich schönen Behelfsbauten werden flankiert von Stellplätzen für Lkw, Betonmischern und noch mehr Betonmischern.

Es ist heiss, staubig, trostlos und deprimierend. Abgesehen von meiner schon abgeschriebenen Traum-Bergstrecke benötige ich Stunden für das Umfahren von Sperren, im Nichts endenden Pisten und dem Zurückfinden auf irgendeinen befahrbaren Weg, der wenigstens in die richtige Himmelsrichtung weist.

Diese Baustrasse hier fahre ich etwa fünf Kilometer, bevor sie in einem Tal im Wald an einem Brückenbauwerk endet, an dem kubikmeterweise Beton für einen Pfeiler gegossen wird. Ende Gelände, umdrehen, zurück, zum x-ten Mal, ich könnte heulen.

Ich weiss, dass ich vor Podgorica nur schwer eine Gelegenheit für eine Übernachtung finde, also was soll ich nun machen? Der Zeitbedarf für das ständige Umdrehen und das Suchen einer neuen Strecke ist enorm. Ich bin jetzt schon zufrieden, wenn ich heute überhaupt die Hauptstadt erreiche.

Irgendwann habe ich kurz Hoffnung, dass ich das Autobahnbauwerk hinter mir gelassen habe und erfreue mich einer Landschaft, so wie ich es mir vorher ausgemalt habe.

Die Freude währt aber nur kurz und schon einen Bergrücken weiter sehe ich die nächste Bausiedlung mit blauen Dächern.

Mir bleibt jetzt nichts anderes übrig, als das Elend auch von oben zu fotografieren.

Montenegro meint, es bräuchte eine Autobahn von der serbischen Grenze bis zur Adria. Blöd, dass da Berge im Weg sind, was die Baukosten enorm in die Höhe treibt. (Nicht, dass uns absurd ausufernde Baukosten unbekannt wären…) Blöd, dass es eine Menge Beton braucht und viel Arbeit und auch blöd, dass dafür überhaupt das Geld fehlt.

Aber Natur hin oder her: Wenn sich ein Regierender (Ich vermute ja, „Regierung“ kommt von „Gier“) ein solches Projekt in den Kopf setzt, muss es sein, koste es was es wolle. Sinn, Logik und Verstand: Geschenkt! Im deutschen Recht ist ein Vertrag zu Lasten Dritter nicht zulässig, in der Politik ist es das Tagesgeschäft.

Helfer in der Not: China! Und China sagt: Kein Problem! Wir bauen euch das Ding (Manpower und Kredite vorhanden!) und ihr Bürger Montenegros zahlt später mit den Maut-Einnahmen. Gesagt, getan und los gehts. Das nächste Problem: Die Trassenplanung hört Kilometer vor der Hauptstadt auf (Fällt sowas eigentlich niemandem auf? Können die keine Pläne lesen?). Alleine schon deshalb fährt kein Mensch auf dieser Strasse.

Getreu dem Motto: „Was interessiert mich mein Blödsinn von gestern, der doofe Bürger wird schon zahlen“, gibt es nun leichte Meinungsverschiedenheiten: China hält nun die Hand auf und verlangt jetzt die erste Zahlungsrate. Wenn aber niemand auf der überflüssigen Autobahn fährt, gibt es auch keine Mauteinnahmen. Keine Einnahmen, kein Geld für die Rate oder betriebswirtschaftlich ausgedrückt: Der Cashflow passt nicht. Tja, dumm gelaufen.

Montenegro ruft nun die EU um Hilfe, die aber sagt, sorry (wir sind selbst so gut wie pleite) wir können da leider nicht einspringen.

Den ganzen Irrsinn kann man zum Beispiel hier nachlesen.

Mir hat mal jemand geschrieben, meine Berichte würden immer alles nur schön darstellen, aber das stimmt nicht. Sowas hier gebe ich ebenfalls wieder und die ganze Sache macht mich nachdenklich und diese Zerstörung von Natur und Landschaft ohne Sinn und Verstand macht traurig! Aber sowas lesen will ja eigentlich auch niemand…

Zurück zur Reise: In der Ferne sehe ich später nochmal eine alte Eisenbahnbrücke. Ja, das hätte ich verstanden, sowas wie Gütertransport auf der Schiene…

Erst etwa 20 Kilometer vor Podgorica erreiche ich wieder eine durchgehend asphaltierte Strasse, die auf meiner Karte auch als eine solche vermerkt ist. Mein Zeitmanagement ist völlig hinüber und ich „habe schon am Stadtrand fertig“. Manche Tage muss man einfach abhaken, heute ist so einer. Morgen wird es wieder gut, da bin ich mir sicher!

Weiter geht es mit dem obligatorischen Besuch einer Tankstelle, jeder Menge Mineralwasser für unterwegs, einem frisch befüllten Tank (Der Liter Benzin für 1,37 EUR) und dem Wunsch, in der Bucht von Kotor heute etwas richtig Schönes zu finden.

Temperaturtechnisch kann ich die erste Lage meiner Motorradkleidung im Koffer belassen: Bei 41 Grad im Schatten ist bis zu meinem persönlichen „Wohlfühlpunkt“ noch etwas Luft nach unten.

Auf einer schnurgeraden, zweispurigen Strasse in Podgorica überholt mich ein Motorradpolizist. Er fährt eine zeitlang in Sichtweite vor mir als ich mitbekomme, wie er einen Laster überholen will. Als er gerade neben dem LKW fährt, entscheidet sich der dazu, links abzubiegen. Das Manöver des LKW kommt völlig unerwartet, unangekündigt und selbstredend ohne Blinker, während ich nur noch den Knall erwarte.

Die Reaktion des Polizisten ist bemerkenswert: Er pariert den Rammversuch mit einem gekonnten Manöver und stellt sich dann einen halben Kilometer weiter an den Strassenrand zum tief durchatmen. Wow! Ich halte an und erkundige mich, ob alles ok ist, aber er braucht nur eine Minute um sich wieder zu sammeln. (Ich kenne da übrigens ein paar frische Betonfundamente in den Bergen, wo man keine Spuren hinterlässt…)

Nun denn. Podgorica ist als Hauptstadt eben so, wie Hauptstädte meistens für mich sind. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder drum herum oder mittendurch. Aus irgendeinem Grund meine ich gerade, ich müsse mir das „Kulturprogramm“ der Innenstadt geben. Aber fahr mal bei 41 Grad im Schatten durch Podgorica. Zugegeben: Ich hatte schon bessere Ideen!

Ich gebe die Stadt Cetinje ins Navi ein in der Hoffnung, schnell den Nationalpark Lovcen zu erreichen. Die Ebene von Podgorica endet dann auch vor den Toren der Hauptstadt und es wird wieder bergiger. Endlich bin ich da unterwegs wo der Spass zurückkehrt.

Der Lovcen liegt kurz vor Kotor und führt auf etwa 1700 Meter hinauf. Bestimmt kann man dort besser Luft holen.

Die Strecke ist super und führt mich zu einem der schönsten Aussichtspunkte über die Bucht, mit den Städten Kotor und Tivat.

Ich stelle das Motorrad ab und schaue mir das Panorama an, dazu die Aussicht über die Bucht, die eher an einen norwegischen Fjord erinnert. Unten kann ich die Boote auf dem Wasser erkennen, weiter westlich den Flughafen von Tivat und im Hintergrund die Adria.

Das entschädigt jetzt für das Desaster in den Bergen vor Podgorica. Am liebsten würde ich direkt hinunterfahren und ins Wasser springen. Es ist auch hier oben so heiss, dass es mir heute schwer fällt, auf dem Motorrad zu sitzen. Mit Hitze komme ich viel besser klar als mit Kälte, aber Temperaturen oberhalb von 40 Grad sind in Motorradkleidung schon hart. Und ich denke, ich bin körperlich einigermassen fit!

Vor lauter Vorfreude auf die Bucht vergesse ich dann glatt den Besuch des „Mausoleum of Petar“, welches sich oben auf der Spitze des Berges befindet. Stattdessen fixieren meine Augen das Navi mit der Streckenführung auf den kommenden Kilometern:

Vielleicht ist das so eine Motorradfahrer-Krankheit. Wenn wir Hinweise auf Kurven sehen, blenden wir alles andere aus.

Die Fahrt an dem steilen Berghang ist richtig gut und ich möchte noch das alte „Fort Gorazda“ anschauen, welches sich nicht weit abseits der Serpentinen befindet. Man muss nur an der richtigen Stelle aufpassen und das kleine Hinweisschild beachten, dann findet man den Weg dorthin.

Fort Gorazda ist ein Überbleibsel aus der Zeit des Kaiserreichs Österreich-Ungarn und wurde zwischen 1884 und 1886 erbaut um gegen die Truppen Montenegros oben auf dem Lovcen zu kämpfen. Später wurde es dann von der jugoslawischen Armee genutzt und erst irgendwann in den frühen 1990er Jahren aufgegeben.

Als ich das Gelände erreiche, bin ich weit und breit der einzige Mensch und habe die gesamte Anlage während meines Besuchs komplett für mich alleine. So gefällt mir das!

Bemerkenswert ist, dass die Anlage kein abgeschlossenes Gelände oder Museum darstellt. Wenn du also den Weg dorthin findest, kannst du es einfach besuchen. So viel Spass für wenig (gar kein) Geld, das freut mich!

Es wäre Frevel, das nicht ausgiebig zu nutzen, sei es für ein paar stimmungsvolle Fotos…

…oder für den Besuch des alten Gemäuers innen. Je weiter man sich jedoch in die Anlage hinein begibt, desto gruseliger wird es.

Mir ist das Tagesprogramm heute ausreichend und bei diesen Temperaturen möchte ich nicht länger als unbedingt notwendig auf dem Motorrad sitzen. Daher fahre ich weiter den Berg herunter, in Richtung der Stadt Kotor.

Ein von mir häufig genutztes Online-Portal für Buchungen empfiehlt mir heute ein Haus am Ostufer der Bucht, da will ich nun schnellstens hin und herausfinden, ob ein Tages-Restprogramm ohne Motorrad im Leben überhaupt einen Sinn ergibt?

Für das Kotor-Sightseeing reicht meine Motivation heute leider nicht mehr und deshalb gibt es auch nur ein Schnellschuss-Foto am Hafen.

Dafür gefällt mir die Bucht, und vor allem die Kulisse an der schönen Küstenstrasse, sehr gut.

Wenig später erreiche ich das kleine Hotel, welches sich direkt am Ufer befindet.

Als ich ankomme, steht der Inhaber des Hauses, ein etwas älterer, stabiler Herr mit vor der Brust verschränkten Armen und einem freundlichen Grinsen im Gesicht, vor dem Eingang. Das Haus ist nur durch die winzige, schmale Gasse vom Ufer getrennt, daher ist nicht viel Platz vorhanden zum Abstellen des Motorrads. Ich schaue also mit noch laufendem Motor nach einer geeigneten Stellfläche, während er mir mit stummer Miene einen Platz unter zwei Bäumen, direkt am Wasser zuweist.

Direkt neben dem mir zugewiesenen Platz steht bereits ein Motorrad. Es ist eine rote Honda mit Schweizer Kennzeichen und ich fahre meine Maschine wie empfohlen daneben. Als ich noch auf dem Motorrad sitzend den Motor abstelle, dreht sich nur eineinhalb Meter weiter am Ufer jemand zu mir um. Er sitzt direkt vor meiner Nase, tiefenentspannt in Badehose an einem Plastiktisch direkt am Wasser und sagt: „Setz dich, ich hole uns ein frisches Bier!“

Bis dahin habe ich es noch nicht mal geschafft, vom Motorrad abzusteigen.

Der aufmerksame Kollege ist Nick, Schweizer, der Besitzer der roten Honda und noch ehe ich meiner Freude über den Empfang den passenden Ausdruck verleihen kann, sitze ich noch in Motorradklamotten am Tisch und trinke das erste kühle Bier in der Nachmittagssonne. Ein Bier, welches selten so toll geschmeckt hat und so nötig war, wie in diesem Moment.

Es dauert lange, bis mir irgendwann einfällt, dass da vielleicht noch meine sieben Sachen ins Zimmer müssten und ich nutze die Gelegenheit, meine Motorradhose wenigstens noch gegen die Badehose zu tauschen und ins Wasser zu springen. Diese Abkühlung in der Hitze Montenegros ist gerade mächtig überfällig.

Kleines Zwischenfazit: Gott ist das schön hier!

Da Nick ebenfalls alleine unterwegs ist und dies offenbar genau so geniesst wie ich, jedoch einen anderen Zeitplan und eine andere Route hat, versorgen wir uns natürlich mit den passenden Tipps für die umliegenden Sehenswürdigkeiten. Nick und ich sind sofort auf einer Wellenlänge und wir quatschen so lange an unserem Plastiktisch, dass uns nur der Hunger dazu zwingt, unseren Standort vom Hotelufer temporär in das nächste Restaurant zu verlegen.

Die Szenerie ist einzigartig: Keine Hektik, kein Stress, kein Trubel, kaum Touristen, dafür entspanntes Urlaubsfeeling und die absolute Ruhe.

Es ist, als wolle mich Montenegro für das Desaster in den Bergen entschädigen, für stehende Hitze ohne einen Luftzug und für die nicht besonders gastfreundlichen Grenzbeamten. Ich nehme das nun alles dankend entgegen.

Die unglaublich schöne Gegend, die Kulisse der Berge, die untergehende Sonne und die beneidenswerte Stille am Abend, die nur durch das Plätschern des Wasser unterbrochen wird, die Gesellschaft mit Nick als ebenfalls mit dem Motorrad Reisender, das alles kann man nicht kaufen und nicht buchen.

Wir quatschen noch den ganzen Abend über unsere künftigen Reisepläne der nächsten Jahre und lassen den Tag an unserem „Stammtisch“ vor dem Hotel ausklingen. Es ist schon spät am Abend, als ich dann in mein Zimmer gelangt bin.

Ich würde solche Momente, die sich auf diesen Reisen ergeben, niemals tauschen wollen. Nicht die Landschaft in dieser wunderschönen Bucht, nicht die Menschen, die man unterwegs trifft, eigentlich nicht mal die Beamten an den Grenzen. (Ok, das war jetzt vielleicht übertrieben…)

Und ich würde das alles schon gar nicht gegen Geld tauschen. Geld wird heftig überbewertet! (Na gut, zu wenig davon ist auch doof!)

Am nächsten Morgen wird das Frühstück auf der ersten Etage der Hotelterrasse, mit Blick auf die Bucht serviert. Das Thermometer zeigt 30 Grad, trotz der frühen Stunde. Nick ist bereits oben als ich mit der Fotokamera unten am Wasser noch die ersten Bilder des neuen Tages einfange.

Während ich an dem kleinen Bootsanleger stehe und die Gegend ablichte, spielt hundert Meter weiter im Meer ein Delfin herum, den ich mit meinem Reisezoom nur schwer einfangen kann.

Unglaublich, wo bin ich hier nur gelandet?

Es ist einer der Momente, in denen man denkt, es gibt keine Steigerungsmöglichkeit mehr. Gleichzeitig verpasse ich gerade die Gelegenheit, das Motorrad einfach mal einen Tag stehen zu lassen und den Tag zu geniessen. Ich hätte genug Zeit und könnte meinen Aufenthalt hier locker um einen oder zwei Tage verlängern, verpasse aber aus mir unerklärlichen Gründen den Zeitpunkt für diese Entscheidung.

Als ich die Bezahlung beim Hotelchef erledigen will, addiere ich zum Zimmerpreis noch die Biere vom Vorabend. Er rechnet zwei Flaschen hinzu, aber ich weiss, dass es mehr waren. Die Getränke konnte man sich einfach aus einem riesigen Kühlschrank am Eingang nehmen, sollte dann aber selbst zählen, wie viele man entnommen hat. Ein Zimmer hier in Montenegro ist so günstig, da wäre es unanständig, auch nur eine Flasche wegzuschummeln. Er besteht auf zwei Flaschen, ich sicherheitshalber auf sechs, nur unter Protest einigen wir uns auf vier. Mir ist das wichtig, denn ich will hier mit gutem Gewissen nochmal hin!

Jetzt ist die Gelegenheit, für ein letztes Foto von dem schönen Platz unter dem Bäumen am Wasser. Nick will sich noch den Lovcen anschauen, ich will weiter in Richtung Norden, somit trennen sich unsere Wege.

Die Küstenstrasse möchte ich nun noch bis Risan fahren und dann wieder ins Hinterland abbiegen.

Bis Risan geht es aber vorher immer am Wasser entlang und es gibt landschaftlich wahrlich schlechtere Strecken.

Die Bucht von Kotor ist ein echtes Schmuckstück. Die Adria ist allgemein nicht als stürmisches Gewässer bekannt, aber hier in der Bucht, mit den hohen Bergen als Schutz gegen Wind und Wetter ist es nochmals ruhiger und es wirkt eher wie ein grosser See. Dazu die aufragenden Berge und kleine Inseln mit alten Gemäuern, das hat schon was.

Ich verlasse diesen wunderschönen Fleck am Wasser in Richtung Berge und nehme einen winzigen steile Pfad hinauf durch den Wald.

Der Zustand der kleinen Strasse ist erbärmlich, aber mit dem Geländefahrwerk kann man immerhin die tieferen Löcher um- oder durchfahren.

Oben in diesem „Märchenwald“ komme ich noch am Einstieg der Mountainbike-Strecke vorbei. Hier kann man tatsächlich mit dem Fahrrad die sehr steile Abfahrt nach unten nehmen. In Anbetracht des Gefälles muss ich schlucken. Die fahren hier echt mit dem Fahrrad runter? Respekt!

Jetzt, ein paar Stunden später, oberhalb der Bucht von Kotor, wird mir nochmal bewusst, dass dies der perfekte Ort für mindestens einen Ruhetag gewesen wäre. Ich bin mir sicher, auch zwei Tage hätte ich hier noch verbringen können. Aber manchmal merkt man sowas zu spät und ich beschäftige mich schon wieder mit dem, was vor mir liegt.

Ein letzter Blick nach unten, dann geht es weiter. Bucht hin oder her: Immerhin war ich gestern mal im Wasser und die Badehose war somit nicht völlig umsonst mit dabei, in meinem ohnehin spartanischen Wäscheensemble.

Ich bin mir gerade recht sicher, dass ich hier nochmal her muss. Ausserdem bietet die Bucht noch viel mehr Sehenswürdigkeiten die entdeckt werden möchten.

Die kleine Strecke hier hoch ist super. Du musst nur den richtigen Einstieg hinter dem Krankenhaus in Risan finden und nicht einfach die Küstentrasse weiterfahren.

Auch hier gilt wieder: Kein Verkehr, keine anderen Fahrzeuge, keine Menschen. Nur eine etwas kaputte Strasse, die, wenn man sie denn findet, einem auf jedem Meter ein Lachen ins Gesicht zaubert.

Die nächsten Kilometer in Richtung Niksic verlaufe ohne besondere Vorkommnisse. Auch im Hinterland gibt es praktisch keinen Verkehr und keine uniformierten Wegelagerer. Das kommt mir sehr entgegen.

Abgesehen von einem weiteren Minengebiet, welches ich einmal der länge nach durchfahre, ist hier nichts los. (Die Strasse kann man gefahrlos befahren, man sollte nur auf ihr bleiben!)

Dann geht es über Niksic und Pluzine in Richtung bosnischer Grenze.

Richtig schön wird es in der Region Pluzine. Dort schlängelt sich die Strasse am Ufer des Stausees entlang und die Ausblicke sind so toll, dass durch die vielen Stopps mein Stundenschnitt bedenklich in den Keller geht.

Dass ich 2019 in Russland das Entziffern kyrillischer Buchstaben lernen konnte, kommt mir nun entgegen. Die meisten Schilder in Montenegro sind in kyrillischer Schrift gezeichnet. Ich fühle mich einfach wohler, wenn ich weiss, was da steht, zumindest was die Ortsbezeichnungen angeht.

 

Einmal führt die empfehlenswerte Panoramastrasse M18 über einen Berg, von dem man oben an einem kleinen Parkplatz einen super Ausblick hat. Zum Fotografieren halte ich an und stelle das Motorrad am Strassenrand ab, direkt neben einem einsamen Verkaufsstand.

Der Typ vom Verkaufsstand grinst schon bei meiner Ankunft, bleibt aber nahezu regungslos in seinem umfunktionierten Autositz liegen. Nachdem das Foto vom See geschossen ist, will ich mal schauen was er im Angebot hat. Das besteht vor allem aus Schnapsflaschen und Honiggläsern mit verschiedenen Zusätzen. Eine Sorte Honig mit Nüssen weckt meine Neugier und ich frage ihn, wieso da Nüsse drin sind? Sowas kenne ich nicht.

Er ist mittlerweile aus seinem alten Autositz aufgestanden und versucht das Angebot zu erläutern. Da wir sprachlich nicht kompatibel sind, macht er eine eindeutige Vor-zurück-Bewegung mit seiner Hüfte. Der Honig-Nuss-Mix soll wohl die Manneskraft unterstützen. Jedenfalls lacht er sich kaputt über seine Bewegung.

Er stellt sich als „Vesko“ vor und will wissen woher ich komme und wohin es geht. Da ihm die Informationen zur Route nicht ausreichen und er noch weitere Fragen hat, zückt er nun das Telefon. Sein ganzer Stolz ist eine Übersetzungsapp auf dem Smartphone. Ich muss etwas auf Deutsch in sein Telefon sagen, die App würde dann für ihn übersetzen.

Da er hier in der Hitze wahrscheinlich den Rest des Tages auf seinen zweiten Kunden wartet, will ich kein Spielverderber sein und mache mit. Jedes mal, wenn sein Telefon meinen Satz für ihn übersetzt hat, lacht er sich kaputt, schlägt die Hand auf die Knie und dreht sich dabei zweifach im Kreis, bevor er wieder zu sich kommt und seinerseits etwas ins Deutsche übersetzen lässt. Meistens kommt dabei aber nur zusammenhangloser Quatsch heraus. Ich denke, die KI seiner App sollte nochmal nachjustiert werden… Aber das Entertainmentprogramm ist für ihn gerade perfekt.

Irgendwie ist Vesko echt schräg, aber ich kann nicht anders und kaufe ihm ein Glas Honig ab (ja das mit den Nüssen…) in der Hoffnung, es hält die zweitausend Kilometer bis nach Hause durch und verklebt mir nicht den Inhalt des Alukoffers. Immerhin habe ich dann etwas, was ich Carola mitbringen kann, etwas „authentisches“. Vesko verabschiedet sich währenddessen überschwänglich und hat immer noch Spass, was für ein Typ!

Die weitere Strecke nach Pluzine ist richtig schön, wenn man mal von einigen kaputten Strassenteilen absieht.

Mit „kaputte Teile“ meine ich aber keine normalen Schlaglöcher, sondern komplett abgerutschte Berghänge, bei denen ich mich manchmal frage, wie man hier mit mehr als einem Motorrad überhaupt noch durchkommt.

Nördlich von Pluzine steigert sich die Schönheit der Landschaft dann nochmals. Die Strasse direkt oberhalb des langen Stausees ist wirklich fantastisch und es gibt hier ebenfalls so gut wie keinen Verkehr. Das ändert sich auch nicht mehr bis zur bosnischen Grenze.

Dann komme ich durch den Piva-Canyon und jeder Meter ist ein Genuss. Ich will noch die imposante Mratinje-Staumauer fotografieren, werde aber energisch von einem Aufpasser daran gehindert. Welche Staatsgeheimnisse sich hinter der Staumauer verbergen, kann ich nicht nachvollziehen, zumal die ganze Anlage recht gut bei Google dokumentiert ist, aber ok, der Uniformierte darf heute mal wichtig erscheinen.

Die nächsten Kilometer sind der Hammer, denn die Strasse führt immer entlang am steilen Hang oberhalb des Wassers, durch Tunnel und Kurven, vorbei an tiefen Schluchten und über Brücken.

 

Ich bin gerade ziemlich froh, dass ich mich für diese Route entschieden habe und nicht für den direkten Weg nach Mostar. Es sind sicherlich 200 Kilometer Umweg, aber der lohnt sich.

Jetzt fahre ich die letzten Meter in Montenegro. Der kleine Grenzübergang bei Hum nach Bosnien besteht hier nur aus einer besseren Bretterbude an der kleinen, baufälligen Brücke über die Tara. Während ich in Richtung Norden für die Ausreisekontrolle anhalte, kommt mir aus der Gegenrichtung ein weiterer Motorradfahrer entgegen.

Es ist Stefan, auf seiner ersten Motorradreise und jetzt seit vier Monaten auf Achse. (Vier Monate, ich beneide ihn!) Sein Motorrad, eine Bandit, ist wohl eher untypisch für längere Trips. Vielleicht war mein Blick etwas skeptisch, denn Stefan lacht und sagt, für seine nächste Tour würde er definitiv auf eine Reiseenduro wechseln wollen. Mittlerweile würde er verstehen, wieso die meisten Motorradreisenden auf so einem Typ Maschine unterwegs sind.

Stefan ist für mich aber der beste Beweis dafür, dass es zweitrangig ist, womit man losfährt. Er hat es einfach gemacht und seine Freude daran noch lange nicht verloren. Den ersten Schritt zu machen und loszufahren, notfalls auch alleine, das ist der schwerste Teil einer Reise. Alles was dann kommt ist pures Glück und Leben. Und ich kann nur jeden darin bestärken, diesen Schritt zu versuchen!

Ich habe unterwegs schon zwei Deutsche auf Vespa-Rollern in Süditalien getroffen, zwei Jungs in einem klapprigen Renault R4 aus dem Iran kommend, eine Gruppe Franzosen in alten Peugeot 205 am Transfagarasan in Rumänien, ein Rentner-Ehepaar auf dem Fahrrad in Mazedonien oder auch Andrej aus Russland, der alleine zu Fuss in Albanien unterwegs war. Alle haben etwas gemeinsam und das Geheimnis dahinter erlebt man direkt nach dem ersten Schritt! Das ist für Pauschalurlauber schwer bis gar nicht nachvollziehbar und die meisten entgegnen, sowas wäre „zu anstrengend“ oder wahlweise „viel zu gefährlich“. Ich möchte keinesfalls den normalen Urlauber herabsetzen, aber was in fremden Ländern wirklich passiert und wie die Menschen dort leben, erfährt man nicht am abgesperrten Strand eines Vier-Sterne-Hotels bei All-inclusive.

Ich frage Stefan dann nach seiner weiteren Route und er will auf jeden Fall noch nach Albanien kommt. Da fallen mir meine restlichen 600 albanischen Lek ein und ich finde die übrig gebliebenen Scheine im Tankrucksack. Die dürften immerhin noch für ein Abendessen reichen und Stefan kann sie jetzt besser gebrauchen als ich.

Dann geht es über die schmale Grenzbrücke, die immer nur abwechselnd befahren werden kann. Auf der anderen Seite kommt jetzt gleich der Grenzposten von Bosnien.

Bosnien wird nun die letzte geplante Station auf der diesjährigen Balkan-Tour und vor allem Mostar und Sarajevo muss ich mir dort anschauen. Beides Orte mit einer bewegten Vergangenheit und ganz besonderen kulturellen Aspekten.

Dazwischen liegen mindestens noch richtig gute Strecken durch die Berge und ich hoffe, ich finde die schönsten von ihnen.

Auf gehts, nach Bosnien!

 

Die grobe Route in Montenegro:

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7 Kommentare

  1. MB 24/12/2021

    Es ist Weihnachten, man sitzt mit dem Morgenkaffee im Wohnzimmer am Weihnachtsbaum und just in dem Moment kommt die Nachricht, dass Elmar einen neuen Bericht gepostet hat.

    Pure Freude.

    Fröhliche Weihnachten!

  2. ebee 24/12/2021 — Autor der Seiten

    Und anderen eine Freude zu machen freut mich ganz besonders 🙂 Ganz lieben Dank und Dir ebenfalls frohe Weihnachten!

  3. Anonymous 25/12/2021

    Da kann ich mich dem MB nur anschließen … und gleichfalls schöne Feiertage wünschen.
    Mit einem Dank für den schönen Bericht, der gerade eine Tour-Idee Form annehmen lässt…

  4. Anonymous 25/12/2021

    Da geht es mir doch glatt genauso. Morgenkaffee am Weihnachtsbaum, Artikel gelesen und wieder einmal die tolle Gegend bewundert. Danke fürs Mitnehmen!
    Ich wollte seit mittlerweile 2 Jahren eine Balkantour machen, nur bislang kam dieses blöde Virus Immer wieder dazwischen. Nächstes Jahr klappt’s. Bestimmt!
    Eventuell frage ich dich auf einem anderen Kanal noch nach ein paar Tracks (wenn ich darf). Es gibt zwar schon eine fertige Route auf dem PC, aber die Geschichte mit dem Autobahnbau würde ich aus meiner Tour gerne aussparen .
    Freue mich schon auf den nächsten Bericht!

  5. Norman 26/12/2021

    Mensch Elmar, da sitze ich mit meiner allerliebsten bei dem Trübwetter und wir überlegen gerade, ob wir bei diesem eskalierenden Wahnsinn nicht spontan unser Pony satteln und Richtung Pompeji los sollen, da kommst Du mit deinem Bericht um die Ecke ! Unglaublich aber wahr: vor 2 Jahren das gleiche Hotel und das gleiche Frühstücksschauspiel (ein Delfinpäärchen) in der Bucht von Kotor!! Ich hatte mir nach 20 Jahren Abstinenz eine Desert Sled zugelegt und habe mir die Balkanroute bis nach Korfu raus gesucht – GS kann ja jeder … ( hab jetzt aber auch wieder eine). Ja der Balkan hat Motorrad Suchtpotenzial – besonders rückfallgefährdend nach deiner Lektüre. Bin seit dem noch 2 mal auf unterschiedlichen Routen runtergefahren und es folgen sicher weitere. Toll wenn man vor der Haustüre so viele weisse Flecken auf der Motorradlandkarte findet.

    Wünsche für 2022 noch viele km auf den schlechtesten Straßenbelägen der Welt!

    Liebe Grüße
    Norman

  6. ebee 26/12/2021 — Autor der Seiten

    Hi Norman, vielen Dank!

    Der „eskalierende Wahnsinn“ treibt mich ebenfalls in denselben. Weniger die Sache an sich – die nehme ich schon lange nicht mehr ernster als es nötig wäre – eher die vollkommen absurden Reaktionen. Es lässt sich aus der Distanz aber deutlich besser ertragen, das kann ich versprechen. Insofern: Fahr weg, solange du die Gelegenheit hast.

    Und während ich gerade am letzten Teil der Balkan-Reihe arbeite, könnte ich glatt schon wieder los. Diese Ecke Europas ist in der Tat ein ganz faszinierender Fleck! Und je besser ich mich da auskenne, desto lieber möchte ich nochmal hin.

    Und: Danke für die besonders schlechten Wünsche!!! 🙂

  7. Thomas 04/01/2022

    Hallo Elmar,
    vielen Dank dafür, dass wir über deine Reiseberichte an den Reisen teilnehmen dürfen. Ich habe über die Weihnachtszeit den Bericht deiner Balkanreise gelesen und jedes Kapitel genossen.
    Deine Art die Reiseberichte zu schreiben ist äußert kurzweilig, ich habe einen Bericht nach dem Anderen gelesen, es sehr genossen und zu keiner Zeit wurde es langweilig.
    Nimm das als große Lob und lass uns weiter an deinen Reisen teilhaben.
    Für mich steht auch eine Balkantour auf der Wunschliste, möchte dies jedoch nicht in einem hektischen ein- oder zwei Wochenurlaub abspulen sondern mir mind. drei bis vier Wochen dafür Zeit nehmen, dann aber auch mit kurzen Zwischenstopps zum Verweilen und Geniesen.
    Eventuell noch in 2022, spätestens jedoch in 2023, wenn meine passiver ATZ beginnt. Da freue ich mich schon drauf.
    Dir allzeit gute Fahrt und weiterhin viel Spaß bei deinen Reisen.

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