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Sizilien-Kalabrien 2017

Wir waren uns gar nicht einig und hatten im Winter in Bezug auf die Reiseziele durchaus unterschiedliche Ansichten und Wünsche: Carola fixiert auf Sizilien, während ich diesmal Kroatien im Visier hatte. Warum also nicht beides verbinden und bei der Gelegenheit auch noch Kalabrien mitnehmen?

Als auch bei meiner Frau drei Wochen Urlaub am Stück genehmigt waren, stand unsere diesjährige Reiseroute schnell fest. In Genua auf die Fähre nach Palermo, dann die Strasse von Messina nach Kalabrien passieren und danach mit dem Schiff von Bari nach Dubrovnik und die vielfach gelobte Küstenstrasse D8 hinauf bis nach Istrien. Soweit unser Plan im Jahr 2017. Los geht es mit unseren italienischen Erlebnissen.

 

Abfahrt

Der Abfahrtstag lockt mit exzellentem Wetter am Freitag nach dem Himmelfahrtstag. An diesem Brückentag würden sich beste Voraussetzungen für eine entspannte Fahrt bieten, wären da nicht die deutschen Autobahnen im Jahr 2017: Bei Düsseldorf sperren sie uns die A3 komplett auf zwei Abschnitten und ich wähle die Alternativroute über die A57, leider aber auch alle Anderen.

Wir kämpfen uns so durch diverse Staus um hinter Karlsruhe sogar auf die französische Seite zu wechseln und einen Weiteren im Süddeutschen zu umfahren. Noch ein Tag mit 500 super nervigen Autobahnkilometern die ich schon im Arbeitsalltag hasse und auf denen übrigens die Rettungsgassenhinweise der vergangenen Monate verpufft sind wie das Rechtsfahrgebot und das Blinken. Später treffen wir uns aber mit Freunden und geniessen einen tollen Biergartenabend in der Nähe von Offenburg im Badischen.

Am nächsten Tag stehen gut 600 Kilometer auf unserem Programm um rechtzeitig die Fähre in Genua zu erreichen und wir wollen daher lieber früh los. Das Schiff wird um 20 Uhr ablegen und mit Fahrzeug soll man zwei Stunden vorher da sein. Am Gotthardmassiv haben wir etwa die Hälfte der Tagesstrecke ohne grosse Verzögerungen geschafft (Klar, ist ja auch nicht mehr Deutschland…) und entscheiden uns daher wieder für den Pass, statt für die Fahrt durch den Tunnel.

Oben auf 2100 Metern liegt noch Schnee bei 15 Grad, während wenig später unten am Luganer See bei 30 Grad die Autobahn glüht.

In Genua haben sie die Baustelle am Hafen in den zwölf Monaten seit unserer letzten Reise fertig gestellt und wir finden den „Porto“ inklusive der richtigen Zufahrt diesmal auf Anhieb. Vor der Passkontrolle fahre ich wieder rechts ran und Carola schaut oben im Supermarkt nach Vorräten. Währenddessen spricht mich ein Italiener an und fragt nach unserem Reiseziel. Er selbst ist Sizilianer und arbeitet in Genua, erzählt mir aber freudig, dass er nun Urlaub hat und nach Hause fährt. Die Chance lasse ich mir nicht entgehen und erfrage bei ihm seine Tipps für Sizilien. Er nennt mir einige Highlights die ich kannte, gibt mir aber auch seine Routenempfehlungen.

 

Die Fähre nach Palermo

Die Fähre entern wir dann am Abend planmässig und recht gut koordiniert. Insgesamt ist es jetzt, Ende Mai, noch ziemlich ruhig und das Schiff bei weitem nicht ausgebucht.

Die Fähre“La Suprema“ von GNV ist ein ziemlich grosser Kahn. Ich hatte keine Lust auf eine enge Minikabine und entscheid mich daher für eine „Familiensuite“, die auch gar nicht so viel teurer war und vom Zimmer sind wir begeistert: Ein gescheites Doppelbett, Kleiderschrank, Sofaecke, TV, Minibar mit Kühlschrank und ein ordentliches Bad mit allem was man braucht, grossem Fenster und Platz genug um sich auszubreiten.

Als Motorradfahrer schleppt man ja auch allerhand Zeug mit. Dieses Zimmer-Upgrade würde ich sofort wieder buchen! Ganz anders beim Essen: Das System, mit dem die Italiener im Restaurant die in der Verpflegungspauschale enthaltenen Speisen und Getränke von den aufpreispflichtigen Dingen trennen, versteht garantiert niemand, auch nicht das Personal auf der Fähre selbst. Ich würde davon abraten, die Speisen schon bei der Buchung mitzuordern. Stattdessen kann man das, was man möchte, einfach im Bordrestaurant aussuchen und ganz normal bezahlen.

Wir haben jedefalls eine entspannte und ruhige Nacht und am Morgen weckt uns die Sonne, die durch das Fenster scheint. Die See ist glatt wie ein Handtuch und dadurch ist die erwartete Ankunftszeit in Palermo bereits für 14:45 Uhr avisiert. Prima, dann können wir uns noch die Stadt ansehen und später in aller Ruhe unsere nächste Übernachtungsmöglichkeit suchen.

 

Palermo

Das Verlassen der Fähre funktioniert dann auch überraschend problemlos und wir stürzen uns in die Strassen von Palermo.

Was wir hier nicht erwartet haben: Die Stadt ist toll! Trotz Verkehr und einzelner Betonklötze präsentiert sich die Altstadt mit wirklich schönen Gebäuden, Plätzen und Palästen. Bevor wir unsere erste sizilianische Unterkunft in Monreale vor den Toren Palermos beziehen, machen wir glatt noch drei Kreise in der Hauptstadt der Insel und sind ziemlich begeistert. Ob Hafenmeile, Innenstadt, Shoppingmeile oder Altstadt, Palermo ist toll!

Unsere Unterkunft in Monreale ist nicht weniger gut und wir fahren noch hoch in den Ort um dort den Abend ausklingen zu lassen, während unten im Hafen unsere Fähre wieder ablegt.

Novum in Italien: Ich kassiere ein Ticket fürs angebliche Falschparken, ohne dass ich mir einer Schuld bewusst wäre. Mal schauen, ob die mein Vergehen bis nach Deutschland verfolgen…

 

Meter, Müll und Mafia

Am nächsten Tag steht die Überlandfahrt nach Agrigent auf dem Programm. Die geplante Route führt über die SP5 und SS118 durch das Hinterland Siziliens, durch traumhafte Landstriche mit Bergen, Hügeln, Tälern und über kurvenreiche Strassen.

Das die Insel so grün und abwechslungsreich ist, hätte ich nicht vermutet.

Einzig der allgegenwärtige Müll an den Strassen stört das schöne Landschaftsbild. Warum machen die das?

Zwischendruch haben wir aber noch Zeit für den üblichen Unfug. Das folgende Foto tituliere ich für die Daheimgebliebenen mit der Überschrift „Work & Travel“:

Nach einigen Kilometern kommen wir in Corleone an, dem Ort, der vor allem durch zwei Mafiagrössen und der Filmreihe „Der Pate“ mit der Hauptfigur „Don Vito Corleone“ berühmt geworden ist. Da muss ich natürlich in entsprechender Pose das Ortsschild mitnehmen.

Wer Angst vor Kriminalität und Sorge vor einer Reise nach Sizilien hat, wird hier vielleicht unruhig. Dazu passt die Story unserer Ankunft im Ort dann überhaupt nicht: Auf der Suche nach einem Parkplatz landen wir mitten im Ortskern auf einer schönen Piazza direkt vor dem Rathaus. Wir treffen auf eine Politesse und fragen höflich nach einer Abstellmöglichkeit. Sie weist uns an, einfach direkt vor dem Rathaus zu parken, während ein weiterer städtischer Angestellter den Platz und unser Motorrad auch noch bewacht, übrigens alles völlig kostenlos. Zuerst erkunden wir den Ortskern und die vielen Kirchen, von denen sich einige in einem erbärmlichen Zustand befinden.

Wir nutzen dann die Gelegenheit und schauen uns das empfehlenswerte Mafiamuseum im Zentrum des 12.000-Seelen-Ortes an. Bei der einstündigen Führung erfahren wir viele interessante Dinge über Sizilien, die Geschichte der Mafia und das Leben der Bewohner.

Vor allem die Rituale der Organisation, die geheime Zeichensprache und die Methoden der Einschüchterung der Bevölkerung sind beeindruckend.

Der Vater von Schauspieler Al Pacino kam übrigens aus Corleone und die Stadt gilt zu unrecht als das „Zentrum der Mafia“, sehr wohl aber als Stadt der hundert Kirchen. Ich fürchte nur, sie wird ihr kriminelles Image so schnell nicht mehr los…

Ein paar Kilometer weiter liegt das Bergdorf Prizzi etwas abseits der SS118 und ich entschliesse mich spontan zur Ansicht. Fahrt da bloss nicht rein! Die Gassen sind so eng und steil, dass ich Sorge habe, mit den Seitenkoffern der GS an den Hauswänden hängen zu bleiben. Leider hat sich die Anstrengung nicht gelohnt. Prizzi bietet in unseren Augen nichts spektakuläres.

Aber die Route auf der SS118 bis Agrigent hat es dann wieder in sich.

Die Gegend ist schön und die Temperaturen jetzt, Ende Mai, gerade noch erträglich. Wir haben Passagen auf 900 Metern Höhe bei 21 Grad und Täler auf 300 Metern bei 25 Grad. Es ist aber immer angenehem und noch nicht zu heiss zum Motorrad fahren. Andere Motorradfahrer sehen wir übrigens so gut wie gar nicht, maximal ein italienisches Päärchen in Shorts auf einer tiefen und lauten Ducati und später mal drei Franzosen am Strassenrand, das wars heute auf über 100 Kilometern. Da bleibt dann auch reichlich Zeit, die passenden Fotos zu schiessen.

Am späten Nachmittag erreichen wir Agrigent, die Stadt mit dem berühmten Tal der Tempel. Hier befindet sich auch der am besten erhaltene griechische Tempel überhaupt und weitere archäologisch wertvolle Bauten aus der Antike. Leider haben die Bewohner das beeindruckende Tal mit Hochhäusern zugebaut und es wurden – fast zu spät – einzelne Baustopps verhängt. Agrigent selbst hat eine lange Geschichte und soll zu den sehenswerten Städten auf Sizilien gehören, aber abgesehen von den antiken Stätten teilen wir diese Ansicht nicht.

Die Stadt besticht eigentlich nur durch die vielen Hochhäuser aus einfallslosem Beton, vor allem auf der überaus hässlichen Nordseite. Dafür finden wir nur etwa 10 Kilometer westlich von Agrigent in dem kleinen Dorf „Giardina Gallotti“ mit dem „B&B Montemare“ einen Volltreffer. Vom Balkon unseres Zimmers blicken wir über den Pool, Wiesen, Felder und Hügel bis aufs Meer.

Dazu gibt es auch ein Restaurant, welches als Paradebeispiel der sizilianischen Küche gelten dürfte. Es ist so gut, dass wir uns hier gleich für zwei Nächte einquartieren (Im Haus, nicht im Restaurant!)

 

Solo, Schotter und Sehenswertes

Für den nächsten Tag entscheide ich mich zur Solo-Rundfahrt, da Carola den Hotelpool bevorzugt. Meine Route führt mich durch Favara (schöner Ort) und Castrofilippo (nicht der Rede wert) nach Canicatti, wo ich auf einem Wochenmarkt Pistazien kaufe. „Forno“ lautet hier die Empfehlung eines älteren Sizilianers und ich folge seinem Rat und erstehe die Früchte in gerösteter Form. Naro ist dann eigentlich eine schöne Stadt mit sehr viel alter Architektur, Villen, Klöstern, Kirchen und einer Festung, leider aber vielfach dem Verfall überlassen und an jedem zweiten Haus steht der Hinweis „Se Vende“, also „zu verkaufen“.

Dann komme ich durch Camastra (ganz schlimm) und erreiche Marina di Palma, direkt am Meer. Der Ort geht gerade noch in Ordnung, bekommt aber einen Extrapunkt für das sehenswerte „Castello di Montechiaro“.

Das alte Gemäuer liegt direkt an der Küste und besitzt einen atemberaubenden Blick auf das Mittelmeer.

Dann geht es wieder zurück ins Landesinnere und beim Anblick eines Berges mit Serpentinen aus der Ferne beschliesse ich, diesen mit der GS zu erklimmen, eine wirklich ganz blöde Idee!

Die Strasse verliert sich nach unzähligen halsbrecherischen Kilometern im Nichts. Nur der eine oder andere Bauer hat mich von seinem Traktor ziemlich erstaunt angesehen, während der Dritte aus mir unerklärlichen Gründen wild gestikuliert hatte. Auf dem weiten Hügel, der mir irgendwann die Orientierung geraubt hat, muss ich dann letztendlich aufgeben.

Weder mein Navi noch ich selbst wissen, wo wir uns befinden. Der Pfad auf dem ich unterwegs bin hat die Bezeichnung „Strasse“ zuletzt zur Zeit des römischen Imperiums verdient gehabt und ich habe selten solch einen desolaten Zustand von Schotter in Nachbarschaft von Teerresten, getrennt durch dreissig Zentimeter tiefe Schlaglöcher gesehen.

Wollte ich jemals ein Motorrad schrotten, ich würde die Route einfach wieder wählen und muss einzelne Passagen tatsächlich im Stehen fahren.

Ich breche das materialmordende Programm ab und fahre wieder in Richtung Agrigent und das „Valle dei Templi„. Da das Gelände nicht gerade klein ist und die Italiener nicht so gerne ausschildern, stellt die Suche nach Parkplatz und Eingang mitunter eine echte Herausforderung dar. Bevor du dir jetzt einen Wolf suchst findest du Parkplatz und Eingang zum Tal der Tempel ganz genau hier! Für zehn Euro erstehe ich ein Ticket und laufe durch die antiken Ruinen.

Mindestens zwei Stunden solltest du dir dazu einplanen, wenn du nicht gerade Archäologie studiert hast und auch zwei Tage hier verbringen könntest. Das Areal mit den alten Tempelanlagen erstreckt sich auf zusammen über vier Kilometer. Nur für die wichtigsten Gebäude und das absolute Minimalprogramm vergeht die Zeit im Nu.

Am Abend essen wir wieder im herausragenden Restaurant unseres B&B Montemare und bekommen für das Rundum-Sorglos-Paket mit Vorspeise, Hauptspeise, Weisswein und Mineralwasser die Rechnung in Höhe von satten 21 Euro präsentiert, wohlgemerkt für zwei Personen. Noch Fragen?

 

Inselkreuzfahrt, ein Eis und der Vulkan

Am Morgen fahren wir fast mit Wehmut im Montemare ab. Wer jemals in die Nähe von Agrigent reist, ist hier bestens aufgehoben. Wir bekommen noch eine Flasche gekühltes Mineralwasser mit auf den Weg, ein sehr netter Service! Danach geht es über Agrigent und Caltanisetta nach Enna. Grüne Felder und sehr viel Landwirtschaft kennzeichnen unsere Route durch das Hinterland Siziliens. Das ist eine wunderschöne Gegend mit sanften Hügeln und Bergen. Leider sind die Strassen über grosse Strecken wieder ein Alptraum.

Meine geliebte Marco Polo Papierkarte kennzeichnet eine Runde etwas nordwestlich von Leonforte als grün markierte Strasse, also ein „must drive“.

Hier ist nur der Einstieg in Leonforte etwas schwer zu finden und die Strasse selbst befindet sich wieder mal in einem desolaten Zustand.

Wir stranden schliesslich irgendwo im Nichts sizilianischer Hügel und Carola meint zurückhaltend aber hörbar, ich könnte mir ja eventuell eine Alternativroute überlegen?

Später leitet uns das Navi dann aus unerklärlichen Gründen auf die Autobahn in Richtung Catania und wir müssen uns mit Gewalt eine Abfahrt suchen. Irgendwie landen wir aber nach einer spektakulären Steilhang-Auffahrt in dem Ort Centuripe. Hier brauchen wir eine Pause und finden im Stadtzentrum auf der Piazza zufällig die „Jolly Bar di Oddo“. (Auf dem folgenden Foto das linke Lokal mit der gelben Markise, bzw. genau hier!)

Ein älterer Herr, der vor Jahrzehnten im Schwarzwald als Konditor gearbeitet hat und jetzt hier seine Kreationen herstellt, präsentiert uns dann das beste Eis ever. Echt jetzt! Wenn du jemals in die Nähe von Centuripe kommst, fahr da hoch, es lohnt sich, schon alleine wegen dem Eis!

Weiter gehts über Adrano nach Nicolosi. Die ersten Blicke auf den Ätna sind schon beeindruckend. Das Gefühl verstärkt sich aber noch, als wir am Fuss des Vulkans über Kilometer in völliger Stille und Einsamkeit fahren. Zwischenzeitlich haben wir den Eindruck, wir hätten Ausbruchwarnungen übersehen und diverse Warnschilder beruhigen uns dabei auch nicht so wirklich.

Wir sind am Nachmittag recht zeitig am Vulkan und nehmen daher noch die Auffahrt bis zum Refugio Sapienza. Das Refugio ist die zentrale Station, von der alle Touren an und auf den Ätna starten. Hier ist es zwar recht touristisch, aber du bist für eine Ätna-Tour am richtigen Fleck!

Von dort oben geht es theoretisch noch mit einer Kabinenbahn weiter, aber die schliesst um 16 Uhr.

Uns bleibt daher nur die Alternative, am Morgen nochmal hochzufahren.

Unseren Abend lassen wir im Vulkanmuseum in Nicolosi ausklingen, das auch ein absolut empfehlenswertes Restaurant beherbergt. Der Vorspeisenteller „Typisch sizilianisch“ ist herausragend. Für unsere Übernachtung haben wir über Booking das top bewertete „La Casa del Poeta dell´Etna“ ausgesucht, ein sehr schönes und freundliches B&B in Nicolosi. Unbedingt empfehlenswert!

 

Tanz auf dem Vulkan

Der erste Blick aus dem Fenster am Morgen lässt mich freuen: Der Vulkan präsentiert sich uns so, wie man sich das wünscht: Rauch!

Unsere Auffahrt mit der Gondel zum Ätna findet bei Traumwetter statt und danach kann man mit Jeeps zum Zentralkrater auf knapp 3000 Meter weiterfahren. (Gondelbahn und Jeeptour zusammen 63,- EUR pro Person, buchbar einfach an der Gondel-Talstation am Refugio Sapienza).

Den grössten Vulkan Europas muss man sich einfach ansehen und für die geführte Tour bis nach oben ist jeder Euro gut investiert.

Die Gondel alleine kostet auch schon 30 Euro, aber dann sieht man nicht viel mehr, als wenn man unten bleibt und sich die Silvestri-Krater direkt neben dem Refugio Sapienza ansieht.

Besser ist es tatsächlich, so weit wie möglich noch oben zu fahren. Dann hat man sogar die Gelegenheit, das teilweise noch warme Gestein selbst zu untersuchen. Auch, wenn ich mir hier noch nicht ganz sicher bin, ob ich meine Hand gleich gegrillt zurückerhalte.

Nach etwa zwei Stunden sind wir wieder an der Station und fahren am Ostende des Ätna herunter. Man sollte sich der Macht dieses grossen Vulkans bewusst sein, angesichts der Zerstörungskraft die er entwickeln kann. Ganze Ortschaften sind immer wieder von den Launen des Ätna bedroht.

Nochmal quer durch Sizilien

Der nächste Planstopp ist nun Taormina, wo erst vor wenigen Tagen der G7-Gipfel stattfand. Der Ort mag ja ganz schön sein, aber Massen an Autos und Bussen quälen sich nun nach der Veranstaltung durch die steilen und engen Gassen.

Dabei stoppen die Fahrzeuge ohne Vorankündigung immer an den steilsten Stellen im Ort und ich habe keine andere Chance als die gefühlte Hälfte meiner Kupplung beim Wiederanfahren in Rauch aufgehen zu lassen. Es ist schrecklich und wir wollen irgendwann nur noch schnell raus und die Busse hinter uns lassen. Da kommt eine der Traumstrassen Siziliens in Form der SS185 gerade recht.

Über Gaggi und weiter durch Bilderbuch-Landschaften geht es bis auf den 1100 Meter hohen Pass. Unterwegs haben wir praktisch null Verkehr, nur ein anderes Motorrad und ein 911er Cabrio mit zwei Italienern darin, die sichtbar Spass haben. Der Pausentipp hier ist das sehr schöne Bergdorf „Novara di Sicilia“.

Danach geht es wieder runter an die Nordküste bis nach Marchesana. Dort haben wir per Zufall ein neues Strandlokal gefunden, welches erst in den nächsten Tagen eröffnen soll und an dem noch fleissig gearbeitet wird.

Die Mitarbeiter sind noch schwer beschäftigt und nicht auf Gäste eingestellt, aber als wir etwas ziellos umherirren bekommen wir zwei kühle Coke und als Extra noch einen kostenlosen frischen Obstsalat dazu. Sehr, sehr nett!

Dann müssen wir uns etwas sputen und es geht auf die Autobahn bis nach Messina zur Fähre (Motorrad mit zwei Personen für 13,- EUR) nach Villa San Giovanni. Die Fähre dort legt alle Nase lang ab und Vorbuchungen sind nicht nötig. Wir setzen dann auf das Festland über und sind in Kalabrien.

 

Kalabrien, Basilikata und Apulien

Gerade wieder auf der Autobahn fahre ich für einen Überholvorgang auf die linke Spur. Das Tempolimit auf diesem Abschnitt beträgt 80 km/h, wobei ich für den Vorgang schon gut 100 fahre, als von hinten ein italienischer Landrover bis ans Nummernschild der GS drängelt und dann nur sehr knapp an uns vorbeizieht. Während dieser Aktion versuche ich ihm eine Beule in die Tür zu treten und scheitere dabei nur knapp. Eigentlich bin ich entspannt, weil im Urlaub, aber wenn uns jemand vorsätzlich in Lebensgefahr bringt, werde ich echt sauer.

Wir sind weiterhin ohne festen Plan unterwegs und die Internetrecherche bietet uns zu fortgeschrittener Stunde mit dem „Residence Piccolo“ ein echt schönes Hotel in Parghelia an der kalabrischen Nordküste an. Leider haben die dort nur eine Nacht frei und wir müssen am nächsten Morgen weiterfahren oder uns dann im Ort etwas anderes suchen. Wir entscheiden uns schliesslich für die eine Nacht und danach für die Weiterfahrt.

Am Morgen schauen wir uns noch den wirklich sehenswerten Nachbarort Tropeo mit seiner tollen Altstadt und Aussicht über das Mittelmeer an…

…und machen uns dann an die Küstenstrasse in Richtung Norden.

Man muss sich hier schon sehr über die vielen Ruinen ehemals wundervoller alter Gebäude wundern. Viel zu viel davon ist mittlerweile in einem Zustand, bei dem sich eine Renovierung leider nicht mehr lohnen wird. Die Bausubstanz ist derart verkommen, dass wohl nur noch der Abriss übrig bleibt. Nicht viel besser dürfte das Schicksal der vielen Neubauruinen aussehen. Hier blickt man in der Regel auf verwitterten Beton und herausstehende Stahlskelette.

Einmal fahren wir an einer kilometerlangen Betonbrücke vorbei, welche die Strasse über ein Sumpfgebiet führen sollte, die aber offenbar nie in Betrieb genommen wurde und jetzt in der Sonne verfällt. Daneben fahren wir auf dem alten Strassenabschnitt, der seinen Dienst noch genauso gut verrichtet wie vor Jahrzehnten. Unfassbar, wieviel Geld hier sinnlos versenkt wurde. Dafür hätte man locker die leider auch hier immer wieder vorhandenen, wilden Müllkippen säubern können. Wenn die Süditaliener eines draufhaben, dann auf jeden Fall das Versauen ihrer Landschaft mit Müll. Sehr, sehr schade.

Am frühen Nachmittag kommen wir dann in Paola an und finden recht schnell das von uns gewählte B&B „Villa Catalano„, am Hang von Paola und umgeben von einem tadellos gepflegten Garten mit frisch gemähter Rasenfläche und Swimmingpool: Geht doch!

Wir nutzen den Rest des Nachmittags ganz entspannt auf unseren Sonnenliegen, buchen online schon mal die Fähre von Bari nach Dubrovnik und unsere nächste Übernachtung an der Südküste Kalabriens. Nach einem Einkauf im bestens sortierten, örtlichen Supermarkt machen wir es uns einfach mal auf unserer Terasse bequem, essen Baguette zum Abend, geniessen einen fantastischen Sonnenuntergang und lassen den Abend bei einem Glas Wein ausklingen.

Wir fahren der kalabrischen Westküste entlang in Richtung Norden auf der SS18. Richtig schön wird es aber erst ab Scalea. In dem Ort kommen wir an einem Hotel vorbei, das wohl gerade vom europäischen Chapter der internationalen klassischen Vespa-Fahrer für ein Treffen ausgewählt wurde.

Da muss ich direkt anhalten und Fotos von den vielen alten Mopeds machen machen, darunter auch Roller aus Frankreich, Deutschland und sogar Grossbritannien. Dabei sind die meisten auf eigener Achse angereist und der eine oder andere Roller sieht unserer bepackten GS nicht ganz unähnlich. An dieser Stelle unser tiefster Respekt für so viel Vertrauen in alte Technik.

 

Erst die Hölle, dann der Himmel

Bei Praia A Mare geht es dann ins Landesinnere und mit dem „Parco Nationale de Pollino“ in den grössten Nationalpark Italiens. Wir fahren die SS 653 entlang und kommen an einigen malerischen Bergdörfern entlang.

Epsicopia gefällt uns davon am besten. Die Route durch den Nationalpark gehört auf jeden Fall zu den schöneren Touren, denn die einwandfreie Strasse schlängelt sich flüssig durch die Berge. Zudem ist es hier sehr grün und überraschend dicht bewaldet. Hinter dem Stausee „Diga di Monte Cotugno“ machen wir an einer Tankstelle halt und erkennen, wie sich der Himmel bedrohlich verdunkelt. Während wir dann weiter in Richtung Südküste und Policoro fahren, sehe ich die ersten Blitze aus dem Himmel zucken und wir halten unter einer Strassenbrücke an. Nach kurzer Diskussion entscheiden wir uns für die Weiterfahrt, denn so schlimm wird es schon nicht werden. Nunja…

Das Navi führt uns dann auf eine kleinere Strasse, diese führt nach einigen Kilometern an ein paar Bauernhöfen vorbei und wird schlechter. Viel später endet dann der Asphalt und wir fahren nur noch auf Schotter. Inmitten von riesigen Feldern endet dann der Schotter und der Weg besteht eigentlich nur noch aus Schlaglöchern, aber das macht nichts, denn in Kürze werden wir sicher wieder eine richtige Strasse erreichen, während das Navi auch weiterhin der Meinung ist, wir wären im Plan. Nunja…

Als dann irgendwann die Schlaglochpiste endet und nur noch zwei rudimentäre Spuren aus dem dritten Jahrhundert nach Christi erkennbar sind, kommen selbst mir ernste Zweifel an der Zuverlässigkeit der Routinginformationen. Zudem konnte ich schon die letzten Kilometer nur noch im Stehen fahren um die Maschine unter Kontrolle zu halten und die Krater vor und unter uns rechtzeitig zu erkennen. Und wie sollte es auch anders sein, stranden wir im Gewitterregen inmitten von dichten Büschen an einer Eisenbahnbrücke unter der unser Fortkommen an einem Fluss endet. Sch…!

Bei jedem anderen Päärchen wäre jetzt der Zeitpunkt, den Scheidungsanwalt anzurufen, als ich jedoch versuche, im Fluss die Wassertiefe auszuloten, weil ich einfach nicht umkehren will, meint Carola nur ruhig, es würde ihr jetzt reichen und ich möge bitte das Ende des Weges akzeptieren. Jetzt muss ich tatsächlich realisieren, dass hier Schluss ist und wir uns um einen Ausweg zu kümmern haben!

Na gut, hier kommen wir mit geschätzten 430 Kilo (Motorrad+Gepäck+Mensch+Mensch) sicher nicht weiter und können nur noch umkehren um das ganze Elend wieder zurückzufahren. Zähneknirschend und nur widerwillig gebe ich meiner Frau recht. Als wir das Desaster irgendwann überstanden haben, sehen Menschen und Maschine aus wie nach einer Schlammschlacht. Der Himmel hängt voller dunkler Wolken und da ich mich standhaft geweigert hatte, die Regenkombi überzuziehen, bin ich komplett durchnässt. Es ist so schlimm, dass ich nicht mal mehr Fotos mache und mich später auch noch darüber ärgere!

Ich suche mir auf dem iPhone mit Google Maps eine Alternativroute und wir fahren in Richtung Ginosa, wo wir unsere nächste Übernachtung im „Borgo Valle Rita„, einem Agritourismo geplant haben. Booking hat uns am Vortag das letzte Zimmer in der mit 9,1 Punkten bewerteten Lokation beschert und wir sind gespannt, was uns erwartet, zumal wir jetzt dringend ein festes Dach über dem Kopf und etwas Infrastruktur gebrauchen könnten.

Auf dem Weg dorthin kommen wir nun an weiteren, weitläufigen Obstplantagen und Feldern entlang. Einmal erblicken wir die Ruine eines alten Landhauses, die ein paar Schwarze für sich in Beschlag genommen haben und aus einem Brunnen Wasser schöpfen. Was auch immer die sich vorgestellt hatten, sie leben immer noch ohne Strom, fliessendem Wasser und abseits von nennenswerter Infrastruktur, aber vielleicht ziehen sie ja irgendwann weiter nach Deutschland…

Als wir später unserem Ziel näher kommen und die Strasse zu dem recht abseits gelegenen Anwesen herauffahren, erblicken wir einen mittelalterlichen Turm neben liebevoll hergerichteten Anlagen in einem topgepflegten, riesigen Garten mit Palmen.

Am Empfang empfiehlt man uns einfach mit dem Motorrad bis vor unser Appartement zu fahren, damit wir das Gepäck nicht so weit schleppen müssen.

Wir beziehen dann perfekte, riesige Räume mit einem Bad in der Grösse eines Schlafzimmers. Direkt nebenan befindet sich die Bar mit einem schnuckeligen Restaurant und etwas weiter abseits ein Swimmingpool zwischen alten Bäumen und Kakteen.

Zudem ist praktisch das gesamte Areal mit funktionierendem, schnellen WLAN abgedeckt, wobei auch das egal wäre, da ich auf dem iPhone fünf Punkte 3G angezeigt bekomme. Alles ist stilvoll hergerichtet, wir fühlen uns pudelwohl und sind im Himmel!

Hätten wir nicht am nächsten Tag die Fähre nach Dubrovnik gebucht, würden wir direkt um ein paar weitere Tage verlängern. Das „Borgo Valle Rita“ ist nicht korrekt bewertet: Elf von zehn Punkten wären angemessen. Es landet damit direkt in unserer „Hall of Fame“ der fantastischen Unterkünfte.

Das ganze Gelände ist eingebettet in riesige Obstplantagen und an einer Seite steht ziemlich surreal ein alter Bus herum, als wolle er der Gewitterwolke am Himmel davonfahren.

Beim Abendessen sinnieren wir darüber, wie eng Leid und Freude manchmal zusammenliegen: Eine Stunde nach dem Ende der Strasse unter einer Brücke im Nirgendwo, Morast und Gewitterregen, fahren wir an bitterer Armut vorbei und beziehen nur wenig später ein wunderschönes Anwesen unter Palmen.

xxx

(Abschnitt zensiert wegen political incorrectness…)

 

Tschüss Italien, willkommen in Kroatien

Zurück zum Thema: Die Fähre von Bari nach Dubrovnik legt erst um 22 Uhr ab und deshalb bleiben wir noch in unserer exzellenten Herberge und verbringen den Tag über am Pool. Am Nachmittag müssen wir dann aber doch irgendwann los und wollen uns noch den süditalienischen Küstenabschnitt anschauen. Wir fahren daher runter bis zum Lido di Genosa. Die Gegend hier ist ziemlich flach und geprägt von Obstplantagen, die sich über Kilometer hinziehen. Dazwischen gibt es ebenso lange, schnurgerade Strassen. Lido di Genosa ist ein ziemlich trostloser Fleck mit dem typischen Mix aus bewohntem und ruiniertem italienischem Beton. Ehrlich, die haben doch mal superschöne Bauten errichtet wie in Florenz, Mailand oder Rom. Wann ist dieser Sinn für Ästhetik nur verloren gegangen? Wir lassen die GS am Rande eines kleinen Wäldchens stehen und ich will wenigstens dem Strand eine Chance geben. Dazu muss ich nur ein paar Schritte unter den Bäumen durchlaufen und sehe links und rechts wieder Müll, den die Italiener aus unerfindlichen Gründen nicht in Mülltonnen entsorgen, sondern einfach in ihre Natur werfen.

Wenigstens haben sie in diesem Teil nicht auch noch die obligatorische Bahnlinie neben der Autostrada direkt am Strand entlang gebaut. Dieser Teil Italiens überzeugt uns nicht gerade und wir sehen zu, dass wir nach Bari kommen. Über die todlangweilige, schnurgerade SS100 gelangen wir dann in die recht grosse Hafenstadt, die uns nun wieder ganz gut gefällt. Wir fahren Bari dann an der Küstenstrasse von Süden nach Norden hoch und gelangen so an den Fährhafen, um das Schiff von Jadrolinija in Richtung Dubrovnik zu entern.

Bari verabschiedet uns mit Abenddämmerung und einer Flasche Wein an Deck. Die Fähre legt pünktlich um 22 Uhr ab und wir erreichen Dubrovnik am nächsten Morgen ebenso pünktlich um 8 Uhr. Unsere Kabine auf der kroatischen Fähre hat übrigens den Charme einer sozialistischen Plattenbauwohnung auf drei Quadratmetern.

Immerhin gibt es ein winziges Bad mit Dusche und fliessendem Wasser. Und wir verbringen ja auch nur die Nacht der Überfahrt in dieser Zelle, deren Betten durch einen Stuhl getrennt werden, der so deplaziert wirkt, dass es schon wieder stilecht erscheint. Wären die Wände mit Prilblumen und Tito-Portraits dekoriert, ich würde mich nicht mal wundern.

 

Fazit:

So verlassen wir nun Süditalien mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Die Menschen die wir getroffen haben waren überwiegend sehr freundlich und das Essen war besonders auf Sizilien unfassbar lecker. Ihre Umgebung haben die Bewohner aber nach allen Regeln der Kunst verdreckt, vermüllt und zugebaut, wann immer ein Stück Küste oder der nahe, antike Tempel dafür Platz geboten haben.

Und die Strassen sind über grosse Strecken in einem Zustand, bei dem bei uns zu Recht die Vollsperrung drohen würde.

Dabei gelten Schotterpisten mit ein paar Teerresten zwischen den Schlaglöchern noch als „ganz gut befahrbar“:

Süditalien präsentiert sich uns insgesamt etwas zwiespältig. Vor allem macht dieser Teil des Stiefels immer wieder den Eindruck, es fehle an Geld und dem Willen, seine Umgebung wenigstens ein kleines Stückchen in Ordnung zu halten.

Teilweise hat man nicht den Eindruck, dass man sich noch innerhalb von Europa befindet, jedenfalls nicht in einem der Gründungsstaaten. Dabei hätte vor allem Sizilien alles, um ein Motorrad-Traumziel zu sein und könnte unserer Ansicht nach damit sogar Sardinien schlagen. Trotzdem hinterlässt der Süden Italiens einen eher unentschlossenen Eindruck, vor allem weil wir direkt im Anschluss nach Kroatien weitergereist sind, aber das ist eine andere Geschichte.

Unsere Reisezeit: Ende Mai bis Juni 2017

Schäden: Sizilianische Strassen SP5, SP103, SP42, SS118, SP77, SS640, SS122, SS410, SP55, SS115, SS121, SP39, SP24bis, SS284, SP160, SP4, SP4i, SS113, SP19, SS522, SS18, SP283, SS585, SS653, SP2, SP8, SP14, SP26 etc.

Unsere Route auf Sizilien (Klick für grösser):

Unsere Route durch Kalabrien, Basilikata, Apulien (Klick für grösser):

Was uns sonst noch so aufgefallen ist:

Schilder

Die Italiener mögen Schilder nicht so gern und Strassenschilder schon mal gar nicht! Ob irgendwo eines hängt oder was es anzeigt ist einerseits egal und andererseits nicht mit menschlicher Logik zu erklären. Das ist uns schon auf Sardinien aufgefallen, trifft aber wohl auf ganz Süditalien zu. Wer sich auf italienische Schilder verlässt, hat schon verloren!

Müll

Das schon angesprochene Problem: Müll lässt man dort liegen wo er Platz findet, idealerweise irgendwo in der Natur und am Strassenrand. Und zwar als Tüte, Restmüllstück, Sperrgut (gerne auch ganze Kühlschränke) oder kompletter Müllsack. Egal, schmeiss es einfach irgendwo hin…

Hunde

Sowohl auf Sizilien, als auch in Kalabrien fielen uns die vielen, scheinbar herrenlosen Hunde auf. Überall streunen die rum, nerven und kläffen blöd. Irgendwann habe ich sie einfach ignoriert und es wäre mir auch egal gewesen, hätte ich einen überfahren.

Strassen

Oh! Mein! Gott!

Essen

Ohwei! Sizilien ist sicher nichts für die Low-Carb-Fraktion. Superlecker, sehr reichhaltig und definitiv NICHT light! Tipp: Geniessen und später wieder abtrainieren. Kochen können die!

Kartenzahlung

Zahlung per Kreditkarte klappt eigentlich überall, auch in den ganz kleinen B&B. Ich hatte im Frühjahr gerade zur DKB gewechselt und die ganze Reise über die DKB-Visacard ausprobiert: Kein Problem!

Anreise

Am besten über Genua mit der Fähre (GNV) täglich ausser Sonntags. Checkin mit Fahrzeug 20:00 Uhr, Abfahrt in Genua 22:00 Uhr, Ankunft Palermo am Folgetag um ca. 16:30 Uhr. Motorrad wird vom Personal verzurrt.

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2 Kommentare

  1. Kardanfan 05/11/2017

    Finde Dein Fazit super, weil in meinen Augen ehrlich und zutreffend.
    ** „Süditalien präsentiert sich uns insgesamt etwas zwiespältig. Vor allem macht dieser Teil des Stiefels immer wieder den Eindruck, es fehle an Geld und dem Willen, seine Umgebung wenigstens ein kleines Stückchen in Ordnung zu halten“ **
    Leider wird zu oft nur geschwärmt, ohne die wirklichen Gegebenheiten objektiv beschreiben zu wollen. Dennoch ist das Land immer eine Reise bzw. Abenteuer wert – ……. wer will schon immer durch Schlaraffenländer touren :-)?

  2. ebee 05/11/2017 — Autor der Seiten

    Genau so ist es. Atze Schröder würde sagen: „Hilf mir, dich zu mögen…“

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